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SdKfz 222 Eigenbau |
Hudel

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Heute habe ich mich entschieden meinen ersten Baubericht zu verfassen. Bei dem Modell handelt es sich um ein SdKfz 222 im Maßstab 1:16 mit RC-Antrieb. Da es sich hier um mein erstes Modellbau-Projekt handelte hatte ich beschlossen ein Radfahrzeug zu bauen. Es erschien mir einfacher als direkt mit einem Kettenfahrzeug zu beginnen da am Markt eine größere Auswahl an Komponenten zu Verfügung stand auf die bei Bedarf zurückgegriffen werden konnte.
Einige Fragen blieben beim Start des Projekts noch ungeklärt. So z.B. die Frage des Fahrwerks. Ich dachte im Verlauf dieses Projekts würde ich schon ein passendes Fahrwerk am Markt finden. Das Hauptaugenmerk richtete ich auf den Bau der Hülle die mir zu diesem Zeitpunkt am aufwendigsten erschien. Das war ein folgenschwerer Fehler. Ich kann an dieser Stelle nur jedem raten diese zentrale Frage direkt beim Start des Projekts zu klären. Gute Vorbereitung zahlt sich später aus und spart eine Menge nerven und Hirnschmalz.
Verwendete Materialien:
- Kartonmodellbau-Bogen GPM 020 im Maßstab 1:25
- Poly-Platten 0,5mm, 1,0mm, 2,0mm und 3,0 mm
- Kupferplatte
- Riffelblech
- Kupferdraht
- Fliegendraht
- Messingrohr in verschiedenen Durchmessern (für das Geschützrohr)
- einen Jamara Bison in 1:18
- 1 Joghurt-Becher
- 5 Hinterreifen des Robbe Staplers H50 mit Felgen
Der Bau:
Die Grundlage des Projekts bildete ein Modellbaubogen der Firma GPM im Maßstab 1:25. Diesen habe ich vom Maßstab 1:25 auf die gewünschte Größe hochkopiert.

Dieser Bogen enthält neben einer Menge „Schablonen“ für den Bau auch eine Zusammenbauanleitung mit der man relativ zügig vorankommt. Wenn man dann nocht der polnischen Sprache mächtig ist findet sich sogar eine Beschreibung des Originals
...

Die Verwendung des Kartonmodells hat den Aufbau des Modells extrem vereinfacht. Die zugeschnittenen Teile sind relativ paßgenau und erfordern nur wenig Nacharbeit. Auch das Vermessen der Vorlage und die damit verbundenen Fehler sind auf ein Minimum reduziert.
Der Aufbau meines Modells besteht im wesentlichen aus Polyplatten in den Stärken 0,5mm, 1,0mm, 2,0mm und 3,0 mm. Da es sich hier um meinen ersten Umbau handelte war ich mir nicht sicher welche Materialstärke benötigt wird. Ich habe mir daher bein Conrad die gängigsten Platten besorgt und losgelegt.
Mit Hilfe der Kartonschablonen habe ich die benötigten Teile aus den Polyplatten geschnitten. Auf dem Bild sieht man die Oberwanne, denTurm un diverse Anbauteile. Da das Modell teilbar sein sollte habe ich mich entschieden die Karosse komplett zusammenzukleben und die Trennung zwischen Karosse und Boden zu legen so das man später die Trennfuge nicht mehr sieht.

Die zugeschnittenen Platten wurden mit Sekundenkleber fixiert und anschließend mit Zweikomponentenkleber von innen verstärkt. Für die Gitter habe ich Fligendraht verwendet. Dieser läßt sich mit der Schere zuschneiden und ist außerdem relativ Billig zu haben.

Beim Turm habe ich mich entschieden in abnehmbar zu bauen um einen einfachen „Batteriewechsel“ vornehmen zu können. Er sollte zunächst von Hand drehbar sein. Eine Drehung mittels eines Servos habe ich aufgrund der Platzverhältnisse und der fehlenden Erfahrung gleich ausgeschlossen. Das Unterteil des Turmes wurde aus dem oberen Kranz eines Joghurtbeches gebaut welcher genau in die Bohrung des Oberteils paßte. Die Fläche auf der die Kanone später aufgesetzt werden sollte habe ich noch des Effekts wegen mit Riffelblech beklebt. Zusammengesteckt sieht das Ganze dann schon einmal so aus:


Anschliessend wurden die Anbauteile gefertigt. Die Staubehälter sind aus Polyplatten gefertigt, die Kotflügel habe ich allerdings aus Kuperblech gebogen. Dieses Material hat der Vorteil das man es einfacher formen kann. Zudem erschien mir geritzes Poly zu instabil und ein Aufbau aus einzelnen Scheibchen wäre sehr zeitaufwendig gewesen. Hier sieht man mal eine Stellprobe. Die Anbauteile wurden erst nach der Hochzeit, das heißt nach dem zusammenbringen von Fahrwerk und Karosse angeklebt um die richtigen Maße für die Kotflügel abgreifen zu können. Die Fahrwerksfrage war ja bis jetzt noch nicht gelöst.


Die Kanone ist übrigens von einem Forumskollegen aus dem RCPKF gestifftet worden. Vielen Dank nochmal Herbie für die Unterstützung.
Das Fahrwerk wurde nun immer mehr zum Problem bei diesem Projekt. Erst versuchte ich das Fahwerk vom Tamiya Kübelwagen zu übernehmen. Das erwies sich aber nicht als einfache Lösung, da zwar der Antrieb mit Motor und Steuerung vorhanden war aber die Lenkung fehlte. Im Forum stieß ich dann auf einen Kübel-Umbau-Bericht von Panzeli. Er verwendete die Antriebskomponenten des X-Ray M18. Ein vierradgetriebenes Modell mit Federung. Das war es was ich suchte.
Der Antrieb des M18 hätte wohl gepaßt. Mit 100,- € war diese Anschaffung jedoch das teuerste an meinem kompletten Modell. Herbie wies mir allerdings einen besseren Weg. Der A-Tech Bison von Jamara in 1:18 ist bei ebay für ca. 40,- € zu haben. Und das dann inklusive der RC-Komponenten (Fernsteuerung, Servos, Empfänger). Es handelt sich auch um ein Modell mit vierradantrieb und auch der Radstand paßte. Lediglich die Spur war etwas zu breit.
Ich beschaffte mir dieses Modell und hatte die Hoffnung die Bodengruppe einfach in meine Karosse montieren zu können. Diese Hoffnung zerschlug sich sehr schnell und ich begann den Bison zu demontieren und die Komponenten zu übernehmen. Hier kamen nun die Probleme auf. Da ich es am Anfang versäumte die breitere Spur in den Maßstab zu übernehmen gab es hier einigen Streß mit den Kotflügeln, der Unterkannte der Karosse und auch die Federung war nicht mehr unterzubringen. Bei meinen zukünftigen Projekten werde ich daher versuchen möglichst vor dem Bau alle benötigten Komponenten zusammenzubekommen. Hier aber nochmal Bilder wie ich die Fahrwerksfrage gelöst habe.


Es hat sich zuletzt herausgestellt, das durch die großen Löcher die Bodengruppe recht instabil wurde. Ich konnte das allerdings durch das aufkleben von Verstärkungsrippen die ich aus 2mm Polyplatten zugeschnitten hatte ausgleichen.
Als Reifen kann man auf die bekannten Eitech-Reifen zurückgreifen. Ich habe hier allerdings die Reifen des Robbe Gabelstaplers H50 verwendet. Die geben ein schönes Profil her. Man sollte bei den Staplerreifen aber wegen der Reifenbreite nur die Hiterreifen nehmen. Ich konnte diese einzeln direkt über Robbe beziehen.
Nachdem nun die Fahrwerksprobleme beseitigt waren, konnte die Hochzeit der Karosse mit dem Fahrwerk stattfinden.


Ab hier hat dann TigerCat übernommen. Alex hat die Anbauteile montiert und für eine professionelle Farbgebung gesorgt.

__________________ Gott denkt in den Genies, träumt in den Dichtern und schläft in den übrigen Menschen...
Dr. Konrad Adenauer
1. Bundeskanzler der BRD, 1876-1967

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07.05.2007 19:20 |
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Hudel

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| Bilder des fertigen SdKfz 222 |
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Hier folgen jetzt noch passend zum Baubericht ein paar Fotos des fertigen Modells:



Vielen Dank an dieser Stelle noch an Herbie und TigerCat die mich bei meinem ersten Projekt tatkräftig unterstützt haben.
Gruß
Hans-Jürgen
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07.05.2007 19:23 |
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ich1912

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07.05.2007 20:01 |
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No.1

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Der sieht ja nicht schlecht aus.
Aber ich finde, das die Räder zu
dicht bei einander sind. Kann sein
dass ich mich irre nur sieht scho´n
bischchen merkwürdig aus.
Gruß Andy
__________________ Gruß Andy...
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08.05.2007 07:21 |
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lzf10

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Hallo Hudel,
schönes Modell. Ich weiß, wie schwierig das ist, weil ich ja immer noch am 232 baue. ich finde auch, dass die Räder einfach zu weit zusammenstehen. Ich würde mir nochmal das Unterteil vornehmen und einfach versuchen, das zu strecken, geht bestimmt irgendwie.
Weiter so
Martin
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08.05.2007 10:58 |
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Kettenjustav

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Hi Hudel!
Erst mal : Hut ab! vor Deiner Kreativität und Bauleistung!!!
auch die Qualität Deines Eigenbaus ist einfach toll!!
ABER(sorry)
nicht nur die engstehenden Achsen und zu kleinen Räder,auch insgesamt die ganzen Proportionen wirken irgendwie daneben...
...aber ich hab leicht reden... hab sowas tolles ja noch nicht geleistet, selbst was auf die Räder zu stellen... also nochmal: sorry
__________________ Ach wie gut,das niemand weiß,das ich Kettenjustav heiß!
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08.05.2007 11:16 |
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Hudel

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Hallo,
danke für Eure Kommentare und Hinweise zum Modell.
Die Räder haben soweit ich mitbkommen habe den richtigen Durchmesser. Auch der Radstand stimmt. Das was da etwas komisch aussieht ist die Spur. Die ist leider zu breit.
Das Problem könnte man nur über einen kompletten Neubau lösen (indem man die Proportionen des Modells etwas "angleicht") oder über einen Umbau der Achsen den ich mir leider nicht zutraue. Daher hab ich auch im Baubericht geschrieben das ich in Zukunft erst alle Bauteile zusammentrage und dann loslege. Das Fahrwerk kam einfach zu spät...
Gruß
Hans-Jürgen
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Dr. Konrad Adenauer
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08.05.2007 19:01 |
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Witt

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Hallo,
etwas finde ich komisch
Shermankiller hatte das selbe Fahrzeug HIER als Seinen Eigenbau vorgestellt und wurde im April in der Bucht verkauft!!
Aufklärung wäre nett
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09.05.2007 16:12 |
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Herbie
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Hallo Hans- Jürgen,
schön, daß Du einen Baubericht eingestellt hast. Von den vielen kleinen und großen Problemen, welche Du beim Bau zu lösen hattest, hast du nichts erwähnt.
Zu dem Zeitpunkt, als Du begonnen hattest, habe ich das gleiche Projekt aufgegeben. Das Fahrzeug ist ja nicht viel größer als ein Kübelwagen und erfordert schon eine Menge an Uhrmachertalent.
An der Spurweite des Bisons Chassis lässt sich nichts ändern, es sei denn, man kann gehärtete und geschliffene Stahlwellen neu herstellen. Aber im Gelände ist dieses Chassis einfach super zu fahren. Ich verwende ja die Achsen und Getriebe in meinem 1:10 Willys.
Glückwunsch
Herbert
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09.05.2007 18:11 |
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